Warum Invisalign (= unsichtbare Zahnspange)?


Mit der Invisalign-Technologie war es erstmals möglich, Zahnbewegungen mit einer Genauigkeit von einem Zehntel Millimeter voraus-zuplanen und das nahezu unsichtbar und schmerzfrei.


Mit der Anwendung von Computer-Aided-Design-Technologien (CAD/CAM), wie sie in der Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Autos, Flugzeuge, Gebrauchsgegenstände und Raumfahrttechnologie verwendet werden, ergibt sich ein ganz neues Konzept zur gesteuerten und vorprogrammierten Zahnbewegung.


Die von der Firma Invisalign entwickelte Software, ClinCheck genannt, ermöglicht ein computergesteuertes Monitoring (CAD/CAM) der kieferorthopädischen Zahnregulierung.


Mit ca. 20-30 Invisalign-Schienen lassen sich die meisten Zahnfehlstellungen komfortabel korrigieren. Die Bewegungen sind so präzise und behutsam, dass man sie kaum spürt. Jede Invisalign-Schiene verändert die Zahnposition um 0,2 mm. Das verhindert ein Überlasten des Zahnhalteapparates, der auch nur eine Stärke von 0,5 mm aufweist. 19-22 Stunden Tragedauer der durchsichtigen (fast unsichtbaren) Invisalign-Schienen reicht aus, um nach 10-14 Tagen mit dem nächsten Behandlungsschritt fortfahren zu können.


Da mit der unsichtbaren Zahnspange von Invisalign immer nur bestimmte Zahngruppen bewegt werden und andere Zähne als fester Halt ganz still an ihrem Platz verharren, ist in Kombination mit behutsamer Schmelzreduktion das Ziehen bleibender Zähne bei Platzmangel oder ungünstiger Verzahnung so gut wie nicht mehr notwendig.

Mit dem Beautysmile-Konzept müssen keine bleibenden Zähne extrahiert werden und das Zahnfleisch sowie der Alveolarknochen, der dem Zahn als stützendes Gerüst dient, können wieder in die ursprüngliche, jugendliche Situation hineinwachsen.



Warum Attachments?


Bestimmte Zahnbewegungen brauchen eine unter sich gehende Stelle, damit der Zahn nicht aus der Invisalign-Schiene herausschlupft und sich in Richtung Kieferkamm "versteckt". Hierfür werden kleine zahnfarbene dreidimensionale Körper verwendet, die vorher auf dem Zahn angebracht werden. Andere Zahnbewegungen benötigen eine drückende Fläche, um den Zahn in die gewünschte Richtung zu bewegen.

Auch hierfür sind Attachments mit ganz bestimmter Formgebung für eine optimale Therapie sinnvoll. Bei kleineren Fehlverzahnungen und geringeren Kieferfehlstellungen kann auf eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung verzichtet werden. Alleine die Verwendung zusätzlicher Gummizüge während der Invisalign-Therapie erspart chirurgische Eingriffe. Durch zusätzlichen Platzgewinn mit ASR ist  die sogenannte Malokklusion durch allveolären Ausgleich  kompensierbar. Es muss nicht immer gleich operiert werden.



Warum ASR (Approximale Schmelzreduktion / Odontoplastik)?


Diese Frage könnte auch heißen, warum gibt es Kieferorthopädie. Letztendlich haben wir in den meisten behandlungsbedürftigen Fällen einen zu kleinen Kieferknochen und viel zu große und breite Zähne. Während der Menschheitsentwicklung wurde unser Kauorgan durch die Vorverdauung in Folge der Beherrschung der Kochkunst und der Nahrungszerkleinerung mit Mörser oder Messer immer weniger beansprucht. Das führte dazu, dass sich die Kieferknochen immer weiter zurückentwickelt haben. Da die Zähne, insbesondere der Zahnschmelz, jedoch in einem anderen genetischen Code verankert sind (ektodermal, entsprechend der Haut und nicht mesodermal, entsprechend Knochen und Muskeln), ist die Anpassung der Natur nicht immer optimal verlaufen. Der Zahnschmelz hat sich nicht an die neue Situation angepasst und ist zu groß. Er unterliegt auch nicht mehr dem notwendigen Abrieb, der durch die Eigenbeweglichkeit beim Kauen gegeben wäre. Die Zahndimension ist ungeeignet, um im kleinen Kieferknochen Platz zu finden. Alleine durch das Ziehen gesunder, bleibender Zähne (Extraktion) ist das Problem jedoch nicht gelöst, denn die restlichen verbleibenden Zähne sind immer noch in ihrer Form zu groß. Dies führt nach einer Zahnbegradigung ohne ASR fast regelmäßig zu hässlichen, schwarzen Dreiecken in den Zahnzwischenräumen und zum Verlust der Zahnpapille. Essensreste setzen sich in die Zwischenräume und fördern die Entstehung von Karies. Nur durch ASR kann dieser negative Prozess vermieden werden. Der hiermit gewonnene Platz muss wie ein Augapfel gehütet werden. Durch den optimal gewonnenen Platz von über einem Zentimeter pro Kiefer ist eine ideale Auflösung fast aller Zahnengstände möglich. Die Zähne rücken innerhalb des Kieferknochens zusammen, der Alveolarknochen wächst wieder in seine alte Position und die Zahnzwischenräume füllen sich mit der Zahnfleischpapille. Parodontal geschädigte Gebisse mit Lücken und abgewanderten Zähnen können so in ihre ursprüngliche Position zurückgeführt werden. Auch hier ist eine sonst notwendige Zahnextraktion vermeidbar. Ganz besonders wichtig für eine ideale Beautysmile-Therapie ist, dass diese ASR-Maßnahmen vor Behandlungsbeginn erfolgen. Die Zähne stehen dann frei und können sich nicht gegenseitig blockieren oder verhaken. Ein individueller, patientenoptimierter ClinCheck ist somit möglich. Die ASR-Maßnahmen sind so gut wie schmerzfrei,  Betäubungsmittel sind nicht erforderlich. Besser ASR als unnötige Zahnamputationen (Ziehen gesunder Zähne).